Safran – Herkunft und Geschichte

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Herkunft von Safran

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Bereits Homer (wahrscheinlich ca. 850 v.Chr.) schrieb über «das rote Gold», dass man für Safran «jeden geforderten Preis zahle». Erwähnung findet Safran zudem in den Werken Ovids sowie im Alten Testament im Hohelied Salomos.

Erstmals nachweislich kultiviert wurde Safran vor etwa 4000 Jahren in Mesopotamien, in Gebieten des heutigen Iran sowie in der Levante, insbesondere auf den griechischen Inseln der Ägäis. Hiervon zeugen Minoische Fresken mit Motiven der Safranernte aus dem 15. und 16. Jh. v Chr., etwa auf der Insel Santorin oder auf Kreta im Palast von Knossos.

Heute stammt etwa 90% der weltweiten Safranproduktion aus dem Persischen Hochland im Iran, wo fast kein Gericht ohne die Hinzugabe von Safran auskommt. In Europa wird Safran vor allem in Italien, Spanien und Südfrankreich angebaut. Vergleichsweise in kleinen Mengen wird Safran aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz produziert. Weitere namhafte Anbaugebiete liegen im Kashmir sowie in Marokko.

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Safran als (Heil-) Mittel für Auserwählte und Herrscher

Der teure und hochgeschätzte Safran galt in der Antike als Mittel für Herrscher und Auserwählte. So wurden in den Leichentüchern der altpersischen Könige Safranfäden verwoben. Babylonische Könige trugen mit Safranpigment gefärbte Schuhe. Reiche Römer benutzten Safran zur Neutralisierung schlechter Gerüche. 

Neben der Verwendung als Gewürz und natürlicher Farbstoff fand Safran seit jeher Verwendung als Heilmittel. Bereits die Ägypter, Babylonier und Assyrer setzten zur Heilung mannigfaltiger Leiden auf die ebenso mannigfaltige Heilkraft des Schwertliliengewächses. Königin Kleopatra wie auch römische Kaiser badeten Überlieferungen zufolge in Safranwasser. Die Römer attestierten dem Safran unter anderem die Kraft Grauer Star (Katarakt) zu heilen. Auch uralte Schriften der traditionellen chinesischen Medizin priesen die positive Wirkung von Safran, etwa auf Potenz, Libido und Psyche.